Improvisationen

Improvisationen Serie 1, 2018 – 2019

Die Improvisationen sind spontan und ohne Planung entstandene Fotografien. Wichtig ist mir dabei, einen möglichst unmittelbaren Ausdruck beizubehalten und dem momentanen Gespür nachzugehen und nicht einer geplanten Idee zu folgen. Was die Fotografie werden soll, bestimmt der Augenblick, das Gefühl, der Instinkt, die Situation.

Den Improvisationen liegen normalerweise keine Abbildungen konkreter Gegenstände zugrunde. Es sind Farben, Formen und Linien, die ich – aus dem Augenblick heraus – als zu einem Bild gehörig empfinde. Das, was nach der Verwirklichung dieses Bildes ruft, ist eine momentane Gefühlslage, Stimmung oder Verfassung. Die Titel der Bilder deuten darauf jeweils hin, bleiben aber bewusst allgemein und offen.

Die Widersprüchlichkeit in der Haltung, „nicht planen und komponieren zu wollen“ ist mir bewusst. Man kann ein Bild nicht nicht komponieren. Diese fotografische Haltung ist allerdings ein Weg, ein Zugang, den ich mit verschiedenen Methoden gehe: Kamerahaltung, Brennweite, Blende, überhaupt alle technischen Einstellungen und letztlich auch die Bildbearbeitung sind standardisiert. Alles, was dann für die Bilderstellung eingesetzt wird – meistens Bewegung oder Stillhalten der Kamera – wird aus dem und im Augenblick umgesetzt.

Als Bildformat wähle ich letztlich das Quadrat – ja, das ist natürlich ein Kompositionsmittel. Aber ein Quadrat ist neutral. Der quadratische Ausschnitt wird immer genau in die Mitte des Bildes gelegt, ohne weiteres Verkleinern oder Verschieben. Damit dient es jener Idee am besten, der Komposition „auszuweichen“ und das möglichst unmittelbare Bild darzustellen.

Für die Improvisationen habe ich immer eine Kamera dabei, meistens die Fuji X10. Sie ist klein und leicht verstaubar, schnell zur Hand und unkompliziert zum Einschalten.